WIRTSCHAFTSKANZLEI - MANFRED HAU CONSULTING

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Das Gesundheitskonto


Das „Gesundheitskonto“ als Leistungsbremse 

Doch das ist gar nicht so einfach, beziehungsweise die Kassen machen es den Mitgliedern nicht einfach. Dies zeigt sich bei einem ganz neuen Trend, dem „Gesundheitskonto“. Das bedeutet, dass den Versicherten für bestimmte Leistungen ein Budget zur Verfügung steht, das sie eigenverantwortlich in Anspruch nehmen können. 

Der Begriff suggeriert Großzügigkeit, in Wahrheit beinhaltet er das Gegenteil: die Budgetierung und Rationierung von Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung“.

Das funktioniert so: 

Kasse A“ leistet beispielsweise bei Naturheilverfahren für homöopathische Medizin, Ostheopathie, Elektrotherapie, Maßnahmen der alternativen Krebsbehandlung und Ayurveda, und zwar ohne explizite summenmäßige Begrenzung. 

„Kasse B“ leistet ebenfalls für diese naturmedizinischen Anwendungen, allerdings sind die Kosten durch das „Gesundheitskonto“ auf 300 Euro pro Jahr begrenzt. Hat der Patient dieses Budget beispielsweise für Ostheopathie-Behandlungen verbraucht, was oft schon nach vier Sitzungen der Fall ist, muss er möglicherweise gewünschte alternative Krebsbehandlungen aus eigener Tasche bezahlen. 

Noch nachteiliger wäre ein Gesundheitskonto bei „Kasse C“, die ganz unterschiedliche  Leistungen deckeln will: zum Beispiel naturmedizinische Behandlungen und Reiseschutzleistungen. Wer das „Gesundheitskonto“ bereits verbraucht hat, müsste dann unter Umständen Reiseschutzimpfungen selbst bezahlen.

 Es ist unschwer vorstellbar, dass solche Differenzierungen in den Leistungskatalogen der gesetzlichen Krankenversicherung viele Pflichtversicherte überfordern.