WIRTSCHAFTSKANZLEI - MANFRED HAU CONSULTING

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Grenzgänger Luxemburg

Die Besonderheiten des Großherzogtum Luxemburg bieten für Grenzgänger (deu-lux) eine besonders interessante Variante.

Besteuerung nach Artikel 111bis Einkommensteuergesetz
die sogenannte Juncker Rente ist im Grunde das Gegenstück der in Deutschland bekannten Riester Rente, diese Versicherung ist nach Luxemburger Steuerrecht als besonders steuermindernd absetzbar.

Was den Deutschen die "Riester"-Rente, ist den Luxemburgern die "Juncker"-Rente, so ist man versucht zu sagen. Doch etwas, was ähnlich ist, ist damit noch lange nicht dasselbe.

Bis heute sind die meisten Deutschen noch nicht recht schlau daraus geworden, was die "Riester"-Rente eigentlich ist bzw. ob und wie man etwa persönlich daraus Nutzen ziehen kann. So ein Urteil fällt schon deswegen schwer, weil die Situation angesichts der verschiedenen Wahlmöglichkeiten sich äußerst komplex darstellt. Im Falle der "Juncker"-Rente sieht die Entscheidungslage vielleicht nicht ganz so aussichtslos aus.
"Juncker"-Rente auch für Grenzgänger!

Freiwillige Zusatzrente mit steuerlichen Vorteilen

Jedes Jahr können je nach erreichtem Lebensalter des Versicherungsnehmers zwischen 1500 und 3200 € maximal an Beiträgen eingezahlt werden. Folgende Staffelung ist hierbei vorgesehen:

Unter 40 Jahre alt 1.500 €
40 - 44 Jahre 1.750 €
45 - 49 Jahre 2.100 €
50 - 54 Jahre 2.600 €
55 - 74 Jahre 3.200 €

Diese Beiträge sind steuerlich voll abzugsfähig. Ehepartner können ggf. zwei Verträge abschließen und so den doppelten Freibetrag in Anspruch nehmen. Dieser ist nicht übertragbar und gilt nur für das jeweilige Steuerjahr.

Der Versicherungsnehmer hat die Wahl zwischen Wertpapier basierten Produkten der Eurozone oder Kapitalversicherungen mit garantierter Auszahlungssumme. Die Mindestlaufzeit beträgt 10 Jahre. Leistungen werden frühestens im Alter von 60 und spätestens im Alter von 75 Jahren ausbezahlt.

  • Erlebens- oder Todesfall, einmalig oder monatlich
  • Mit dem Ablauf der Versicherung kann die angesparte Summe wahlweise
    als monatliche Rente oder zur einen Hälfte als Einmalzahlung und zur anderen Hälfte als monatliche Rente ausgezahlt werden.

    Achtung: Rentenzahlungen unterliegen zu 50% der Steuer; Kapitalzahlungen werden nur mit 50% des üblichen Steuersatzes versteuert. Stirbt ein Versicherungsnehmer vor dem Stichtag, wird das seitdem in der Versicherung angesparte Kapital dem Bezugsberechtigten bzw. Hinterbliebenen ausgezahlt. Damit sind die Beiträge in diesem Fall nicht mehr verloren, wie bislang üblich.

    Keine "Kasino"-Rente, kein Ersatz für gesetzliche Rentenversicherung

    Zugesagte Betriebsrenten sind in Deutschland auch im Falle der Insolvenz des Arbeitgebers sicher, weil der sog. Pensions-Sicherungsverein (PSV) eintritt. Wenn das Versicherungskapital ganz oder teilweise wegen der höheren Rendite in Aktien angelegt wird, ist ein Schutz des Wertes der künftigen Leistungen nicht mehr ganz so einfach. Hier sind jedoch ähnlich wie bei "Riester" gewisse Schutzmechanismen und Optionen je nach Alter und Risikofreude des Vorsorgenden eingebaut.

    Wie Finanzminister Jean-Claude Juncker betonte, handelt es sich hier um ein Spar - und Renteninstrument, das keinesfalls die staatliche Rente ganz oder teilweise ersetzen soll. Es handele sich vielmehr um eine absolut freiwillige und komplementäre vermögensbildende Maßnahme. Darin unterscheide sich das Konzept klar von der deutschen "Riester"-Rente, mit dem demografische Probleme in der Zukunft kompensiert werden sollen.